LUNA+ Netzwerk: Nachhaltigkeitsstrategie, -berichterstattung & regulatorische Anforderungen

Am 26. November fand das letzte LUNA+ Netzwerktreffen des Jahres in der Moritzbastei statt. Unter dem Titel „Nachhaltigkeit ganzheitlich verankern: Strategie, Berichterstattung & regulatorische Anforderungen“ diskutierten rund vierzig  Teilnehmende aktuelle Entwicklungen sowie praktische Erfahrungen aus dem Unternehmensalltag.

Impulse zu Regulatorik und Strategie

Emma Deeken (plant values) gab einen fundierten Überblick über die jüngsten Veränderungen in der europäischen Regulatorik – darunter CSRD, ESRS und die geplanten VSME-Standards. Im Fokus standen die Auswirkungen auf verschiedene Unternehmensgrößen sowie Empfehlungen, wie Unternehmen trotz Unsicherheiten im Gesetzgebungsprozess strukturiert in die freiwillige oder verpflichtende Berichterstattung einsteigen können. Zudem wurden hilfreiche Unterstützungsangebote wie der Deutsche Nachhaltigkeitskodex, VSME-Checklisten und Lernangebote vorgestellt.

Praxisbericht zur CO₂-Bilanzierung

Sabine Müller-Gora (Leipziger Foren) teilte offene und sehr praxisnahe Erfahrungen aus der CO₂-Bilanzierung eines Unternehmens ohne Berichtspflicht. Der Rückblick zeigte: Trotz hoher Motivation ist die Erstellung umfassender Bilanzen oft ressourcenintensiv und liefert nicht immer den erwarteten Mehrwert. Das Nachhaltigkeitsteam prüft daher neue Wege – etwa die Fokussierung auf relevante Kennzahlen, interne Richtlinien und mögliche zukünftige bilanzielle Vertiefungen.

Austausch in Tischgruppen

In zwei Diskussionsrunden tauschten sich die Teilnehmenden zu vier Leitfragen aus:

  • Welche Motivation steckt hinter freiwilliger Berichterstattung?
  • Wie können freiwerdende Ressourcen sinnvoll eingesetzt werden?
  • Welche interne Rückendeckung braucht es für ambitionierte Nachhaltigkeitsschritte?
  • Woher kommen geeignete Tools zur Datenerhebung?

Deutlich wurde dabei, dass für viele Unternehmen nicht die Berichterstattung selbst im Vordergrund steht, sondern die strategische Wirkung: Wie Nachhaltigkeit ins Kerngeschäft integriert wird, wie Fortschritte sichtbar gemacht und wie Teams motiviert werden können.

Fazit

Das Treffen schlug eine Brücke zwischen regulatorischer Einordnung und alltäglicher Unternehmenspraxis. Was zunächst technisch und juristisch begann, entwickelte sich zu einem konstruktiven Austausch über Motivation, Wirkung und Zukunftsstrategien.
Wir bedanken uns herzlich bei allen Teilnehmenden für ihre Offenheit, die vielen Fragen und die wertvollen Impulse – und freuen uns darauf, die Diskussion 2026 fortzusetzen.

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